Krebs und die Nebenwirkungen

Die Diagnose Krebs verursacht zusätzlich zur Behandlung dem Stadium der Krankheit und der Krebsart entsprechend eine Reihe an Folgen am Körper eines Menschen. Erst mit dem Beginn einer Krebstherapie sind die negativen Auswirkungen am Körper viel deutlicher zu beobachten und zu spüren. Die gängigsten Krebstherapien sind Chemotherapie und Strahlentherapie, die unter Umständen je nach Dauer und Dosis ganz schlimme Nebenwirkungen für den Körper haben können. Hier schauen wir uns die Nebenwirkungen, die am häufigsten als Folge einer Chemotherapie vorkommen.

krankenhaus

Die Nebenwirkungen einer Chemotherapie

Dank moderner Chemotherapie sind einige Krebserkrankungen heilbar und durch den Einsatz der Chemotherapie können bei tödlichen Krebserkrankungen zumindest die Lebenszeit des Krebspatienten verlängert werden. Allerdings ist so eine Behandlung leider nicht ohne Nebenwirkungen. Wirksame Medikamente verursachen in der Regel unerwünschte Nebenwirkungen. Der Einsatz einer Chemotherapie geht daher mit vielen Begleiterscheinungen einher, die von Person zu Person und je nach Dauer und Dosis unterschiedlich auftreten.

 

Die häufigsten Nebenwirkungen

Übelkeit und Erbrechen

Übelkeit und Erbrechen sind zwei der am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen von Chemotherapie. Es gibt drei verschiedene Formen des Erbrechens: Akutes Erbrechen, verzögertes Erbrechen und Erwartungenerbrechen, wo der Patient aus Erwartungshaltung das Gefühl bekommt, erbrechen zu müssen. Das Wohlbefinden des Patienten wird nicht nur beeinträchtigt, sondern er wird auch in seinem sozialen Leben eingeschränkt. Zu allem Übel wird die ohnehin schlechte Ernährungslage des Patienten noch verschlechtert. Zum Glück gibt es Medikamente, die Erbrechen und Übelkeit unterdrücken oder zumindest mindern. Ganz wichtig ist, dass diese Medikamente 1/2 Stunden vor der Therapie eingenommen werden, um bestmögliche Wirkung zu erzielen.

haarausfallHaarausfall

Haarbälge gehören zum schnell wachsenden Gewebe und reagieren auf Chemotherapie mit Haarausfall. Jedoch ist die Schwere des Haarausfalls von Person zu Person und nach Dosis und Häufigkeit der Chemotherapie sehr unterschiedlich. Hinzu kommt, dass das Geschlecht des Patienten bei der Akzeptierung des Haarausfalls eine sehr grosse Rolle spielt. Im Vergleich zu Männern sind Frauen in dieser Hinsicht empfindlicher. Da der Eintritt des Haarausfalls unter keinen Umständen vermeidbar ist, eine passende Perücke ist hier die einzige Lösung. Eine angepasste Perücke hilft, unter Menschen zu gehen und somit am sozialen Leben mehr teilzunehmen.

Schleimhautentzündungen

Schleimhaut im Mund und Rachen gehört wie Haarbälge zum schnell wachsenden Gewebe und wird daher von der Chemotherapie angegriffen. Aus diesem Grund kommt es nicht selten zu Entzündungen, die zwar in der Regel nicht gefährlich sind, aber Schmerzen verursachen. Mit der richtigen Schleimhautpflege ist hier eine Vorbeugung gewährleistet. Übrigens muss aufgepasst werden, dass man kein saures und scharfes Essen zu sich nimmt und keine zu heißen Getränke trinkt. Auch Rauchen ist nicht gut für die Schleimhaut und der Patient muss zumindest während der Therapie damit aufhören.

Blutbildveränderungen

Die Wirkung der Chemotherapie auf blutbildende Zellen entsteht anders als die oben genannten Nebenwirkungen mit einer bestimmten Verzögerung. Die weißen Blutplättchen und Blutkörperchen sind am meisten in Mitleidenschaft gezogen. Mit diesen sinkenden Blutwerten werden die Abwehrkräfte geschwächt und die Gefahr einer Infektionskrankheit steigt. Aus diesem Grund sind einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Den körperlichen Kontakt zu anderen Menschen einschließlich der Verwandte, Freunde und Familienmitglieder muss man während dieser Zeit ohne entsprechende Schutzmaßnahmen wie eine Schutzmaske auf jeden Fall vermeiden. Sinken die Blutplättchen im starken Maße ab, ist man blutgefährdet und bestimmte Maßnahmen zur Vorbeugung sind unerlässlich.   

  

 

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